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TIPPS
--> Säuglingsernährung & Umweltgestaltung
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Empfehlungen zur Säuglingsernährung
und Umweltgestaltung in allergiebe- lasteten Familien:
Die Anlage, an einer Allergie zu erkranken, kann vererbt werden. Die
folgenden Hinweise gelten nur für Familien mit erhöhtem für allergische
Erkrankungen. Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn mindestens ein enges
Familienmitglied (Eltern, Ge- schwister) allergisch erkrankt ist oder
war (z. B. Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis). Nach heutigem Kenntnisstand
sind folgende Maßnahmen sinnvoll, eine allergische Erkrankung hinauszuzögern
oder möglicherweise zu verhindern:
1. Ausschließliches Stillen in den ersten 6 Lebensmonaten. Die
ersten Lebenstage bis zur ausreichenden Muttermilchernährung sollten
mit einem Tee-Traubenzucker-Gemisch überbrückt werden. Ist Stillen nicht
oder nicht vollständig möglich, kann in den ersten 6 Monaten »hypoallergene«
Nahrung (HA-Milch auf Molkebasis, z.B. Beba HA, Humana HA, Aptamil hyp.)
gefüttert werden. Beikost sollte erst spät, nicht vor dem 6. Lebensmonat,
zugefüttert werden.
2. Während der Stillperiode sollte die Mutter hochpotente allergene
Nahrung meiden, da diese mit der Muttermilch auf das Kind übertragen
werden kann. Dies gilt für Fisch, Nüsse, Ei. Milch sollte nur in geringen
Mengen getrunken werden (nicht mehr als 200 ml pro Tag). Diese Einschränkungen
gelten nicht für die Schwangerschaft.
3. Im 1. Lebensjahr sollte auch bei dem Kind auf die Zufuhr von potenten Nahrungsmittelallergenen wie Ei, Nüsse, Fisch, Kuhmilch verzichtet werden. HA-Milch auf Molkebasis (siehe oben) sollte die normale Kuhmilch ersetzen und kann auch zur Breizubereitung verwendet werden.
4. Die Wohnumgebung des Kindes sollte frei von Zigarettenrauch sein, da Zigarettenrauch die Bronchien reizen und eine Allergieentstehung begünstigen kann.
5. Katzen sollten nicht gehalten werden. Tierfelle, Roßhaarmatratzen
und Fellstofftiere sind ebenfalls zu vermeiden.
6. Der Schlafbereich des Säuglings sollte durch Hausstaubsanierungsmaß-
nahmen staubarm gehalten werden.
Vorschlag einer Allergiepräventionsempfehlung auf der Basis der Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft allergologisch tätiger Kinderärzte Norddeutschlands e.V. Stand: Januar 1999
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